Fremdelt die Katze oder ist sie super ängstlich?

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Fremdelt die Katze oder ist sie super ängstlich?

Beitragvon Evelyn » 01.08.2007, 07:19

Hallo Katzenliebhaber/innen,


meine Tochter hat sich eine Katze aus dem Tierheim geholt, ca. 13 Jahre, die nur unter dem Bett lag und sich nicht heraus traute, neben das Katzenklo machte. All das geschah sicher, weil sie im Vorfeld misshandelt wurde.
Meine Tochter spielte sogar schon mit dem Gedanken, Hedwig zurück zu bringen. Als sie mit der Tierärztin darüber sprach, bestellte diese eine Sprühflasche "Feliway" von der Firma CEVA aus Frankreich.
Damit hat meine Tochter sämtliche Zimmer und ihre Hände eingesprüht, es war wie ein Wunder.
Nun betreue ich zwei Wochen die Katzen, und nachdem Hedwig sich auch vor mir zurückgezogen hat, sprühte ich mich ebenfalls ein - und siehe da, Hedwig liebt mich!

:big_super c-a-t-2

LG Evelyn
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Beitragvon F.C.BAYERN » 01.08.2007, 08:31

Jedes Tier braucht eine Zeit der Eingewöhnung. Mit 13J. ist so eine Katze bereits im "Rentenalte". Viel Geduld und Liebe wird benötigt. Tricks, wie mit Bändern spielen tragen zur "Verständigung" bei. Meine 3-Katzen (18J und Zwillinge 1-J.) spielen draußen. Ich halte nichts von Wohnungskatzen. Allerdings sie schleppen srändig Mäuse, lebendige und tote an.
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Beitragvon Evelyn » 01.08.2007, 10:07

Hallo F.C.Bayern, :-)))

die Eingewöhnungszeit hatte Hedwig, aber wer weiß schon, welche Mißhandlungen dieses Kätzchen, das ausgesetzt war, schon erleiden musste.
Durch ihr jetziges Verhalten zeigt sie so viel "Dankbarkeit" - es ist einfach toll!

LG Evelyn
Evelyn
 

Beitragvon abusimbel » 01.08.2007, 13:45

Hi Evelyn,
ja ältere Katzen haben genau wie alte Menschen ihre Macken.
Das sie am Anfang ängstlich war ist verständlich. Als wir unsere 3 Jahre alte Molly bekamen, kam diese die ersten 3 Tage nicht vom Kleiderschrank runter. Mit der Zeit und viel Geduld wurde sie sehr zutraulich.
Liebe Grüße Bild Mir gefällt es aber ;)

Alles was passiert, passiert aus einem bestimmten Grund!
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Beitragvon lisana » 02.08.2007, 18:59

Es heißt, Katzen gewöhnen sich eher ans Haus, als wie an den Menschen. Das ist zwar Quatsch, aber wenn sie aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen werden, sind sie dem neuen Menschen zunächst erst einmal scheu gegenüber. Denn sie sind erst einmal damit beschäftigt, ihr neues Revier zu erkunden und zu markieren.

Bei jungen Katzen geht das relativ schnell, bei älteren dauert es halt etwas. Das ist wie bei uns Menschen. Denke mal daran, wie schnell Kinder nach einem Umzug neue Freunde finden, während sich die Erwachsenen schwerer mit der Nachbarschaft tun!

Wichtig ist bei Katzen, dass man sie gewähren lässt! Nicht bedrängt und nicht versucht, sie dauernd zu streicheln. Bestechungen mit "Leckerlis" sind gewollt und schmeicheln der Katze (sie ist ja schließlich gerne die Regentin ;-) ) und so findet man auch schnell heraus, auf was die Samtpfoten so richtig "abfahren"! (Meine Alice war wild nach grünen Oliven)

Wenn neben die Toilette gepieselt wird, kann das ein "Protest" sein. Entweder mag sie das Katzenstreu nicht, oder ihr passt etwas anderes in der neuen Umgebung nicht. Das heraus zu finden ist nicht ganz einfach. Legt sich aber ganz bestimmt, sobald sie ihr neues Revier angenommen hat.

Plötzlich streift sie erhobenen Hauptes und mit locker hängender "Antenne" durch die Wohnung und kriecht nicht mehr mit dem Bauch über den Boden. Wenn sie "ihre" Schüsseln klappern hört, dann erscheint sie mit aufgestellter "Antene" die am Ende wie ein Haken aussieht, in freudiger Erwartung auf was fressbarem.

Die Katze will den Menschen erobern ... nicht umgekehrt! Eine Katze lässt sich nie erobern, das ist unter ihrem "'Niveau" ;-) Auch wenn der Mensch ihr das Futter gibt ... er ist schließlich "ihr Diener". Deshalb mag sie es absolut nicht "ignoriert" zu werden und sie wird alles Mögliche tun, dies zu ändern!

Trotzdem langsam angehen lassen ... nie mehr nehmen wollen, als die Katze bereit ist im Augenblick zu geben. Irgendwann geht sie dir nicht mehr von der Seite!

Grüßle, Lisa :bussi
Liebe Grüße von Bild

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