Dietmar Beiersdorfer gibt auf!

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Re: Dietmar Beiersdorfer gibt auf!

Beitragvon Steve » 25.06.2009, 08:23

Nur soviel,

wo war den Vorstand als es dem HSV vor gar nicht all zu langer Zeit, dreckig ging ? Wo ?

In der Amtszeit von Didi Beiersdorfer (2002 - 2009) mußten folgende Trainer ihren Posten räumen:
Frank Pagelsdorf - Kurt Jara - Klaus Toppmöller - Thomas Doll, die beiden Holländer Huub Stevens und Martin Jol nahmen freiwillig ihren "Hut" ! Macht zusammen sechs Trainer in sieben Jahren !

Irgendwo dazwischen sprach Chef Bernd Hoffmann, dass der HSV "in einigen Jahren unter den ersten zehn besten Clubs in Europa anzusiedeln ist" !
Diesen Druck sollte Didi nun standhalten... !?

Als der HSV vor einigen Wochen noch auf drei Hochzeiten tanzte ..., das Finale in Istanbul und Berlin durchaus erreichen konnte und durch ein paar Siege in der Liga mehr Deutscher Meister werden konnte, waren sämtliche Vorstandsmitglieder jeden Tag auf der Mattscheibe und der in der Fachpresse zu sehen !

Allein gegen Werder (4 Partien in 19 Tagen) lud der Hamburger SV sämtliche lebende Ehrenmitglieder ein um zu zeigen: "seht her, wir sind wieder wer" ...
... und nun, einige Wochen später, alles vergessen ???

Ich sage: typisch, wenns läuft schreien alle hurra und wenns nicht so ist, ist nur einer Schuld, irgendwann kann auch ein Didi nicht mehr ... !
Steve
 

Re: Dietmar Beiersdorfer gibt auf!

Beitragvon Mangoman » 25.06.2009, 08:52

Das ist doch für den Deutschen Fußball nichts ungewöhnliches.

Egal wo, wenn es läuft, sind alle die guten. Aber wehe es scheitert irgendwo... Als erstes ist der Trainer schuld. Diesem konnte man aber nun nicht mehr die Schuld geben. Jol hat sich ja schnell aus dem Staub gemacht. Er kam wohl mit der Person Hoffmann nicht und seiner Strategie nicht wirklich klar.

Also musste es zu einem Machtkampf Hoffmann, Beiersdorfer kommen.

Diesen konnte Hoffmann dann für sich entscheiden. Rein vom Theoretischen her verfolgt er auch ein klares Ziel: Viel Geld für Spieler verdienen, wenig ausgeben. Und dabei den größten Erfolg haben.
Leider nur lässt sich das im Fußball nur selten umsetzen.

Einer der wenigen Vereine, die mit dieser Masche immer wieder positive Erfolge hatten, ist zum Glück Werder Bremen. Ich denke Hoffmann schwebt ein selbes Ziel vor Augen.

Mit diesem Konzept konnte er den Aufsichtsrat überzeugen. Beiersdorfer musste also seinen Platz räumen.
Mangoman
 

Re: Dietmar Beiersdorfer gibt auf!

Beitragvon Steve » 25.06.2009, 10:17

@Mangoman,

sehr gut und ausführlich "das Problem der Allgemeinheit" beschrieben, klasse Beitrag !
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen !
Steve
 

Re: Dietmar Beiersdorfer gibt auf!

Beitragvon Steve » 14.07.2009, 07:46

Hitzige Diskussionen um Beiersdorfer-Aus / 13.Juli 2009

Die Anhänger des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV haben bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Vereins in hitzigen Diskussionen Vorwürfe gegen den Vorstandsvorsitzenden Bernd Hoffmann und den Aufsichtsrat des Vereins erhoben.
Wichtigstes Thema vor rund 2000 Mitgliedern im Congress Centrum Hamburg (CCH) war die Trennung von Sportchef Dietmar Beiersdorfer drei Wochen zuvor. Aufgrund von Kompetenzstreitigkeiten und unterschiedlichen Bewertungen der sportlichen Situation war es zum Bruch zwischen Club- und Sportchef gekommen. In Fan-Kreisen genoss Beiersdorfer, der seit August 2002 für den sportlichen Bereich verantwortlich zeichnete, große Sympathien.

Die Erklärungsversuche der Führungsgremien fanden bei den Mitgliedern nur wenig Gehör. Pfiffe und "Hoffmann raus"-Rufe machten die Runde. "Wir haben den Aufsichtsrat zum Rapport bestellt", sagte Ralf Bednarek, Vorsitzender der Fan-Abteilung Fördernde Mitglieder/Supporters und unterstellte dem Kontrollgremium mangelndes Krisenmanagement. Es handele sich in der gegenwärtigen Situation beim HSV nicht nur um eine Führungskrise, sondern um eine Vertrauenskrise in die Chefetage, sagte ein Mitglied. Während viele Redner von einem Rausschmiss Beiersdorfers sprachen, bezeichnete der Aufsichtsrat die Trennung als freiwilligen Rückzug. Beiersdorfer selbst hatte versichert: "Es war nicht mein Wunsch zu gehen."

Dem widersprach Aufsichtsratschef Becker. Beiersdorfer habe sich in den Diskussionen keinen Millimeter bewegt, erwiderte Becker. "Er wollte nicht mehr." In der entscheidenden Sitzung am 23. Juni sei lediglich "über die Konditionen einer Vertragsauflösung abgestimmt worden, nicht über seine Entlassung". Einer finanziellen Abfindung für den früheren Profi des HSV haben neun der zwölf Mitglieder zugestimmt. Becker: "Es war leider der Wunsch von Dietmar Beiersdorfer aufzuhören."

Hoffmann hatte in den Tagen vor der Versammlung versucht, durch Transfers die Wogen in der aufgebrachten Fan-Gemeinde zu glätten. So waren der brasilianische Nationalspieler Zé Roberto von Bayern München und das von mehreren europäischen Clubs umworbene Talent Elia Eljero von Twente Enschede geholt worden. U-21-EM-Torschützenkönig Marcus Berg aus Schweden steht vor einer Verpflichtung. "Die Geschehnisse lassen mich nicht unbeeindruckt", sagte Hoffmann. "Wir sind unterschiedliche Charaktere. Die Zusammenarbeit mit Dietmar Beiersdorfer war nicht immer einfach."

Quelle: http://werderspezial.weser-kurier.de/BT ... orfer-Aus/
Steve
 



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