Hallo alle zusammen,
ich wende mich an dieses Forum weil wir uns einfach mittlerweile keinen Rat mehr wissen, und auch nicht mehr wissen wer uns weiterhelfen kann. Ich hab das Thema unter Familie eingestellt, weil wir eine solch Familie sind, und weil ich das Thema keiner anderen Gruppe zuordnen konnte. Irgendwie fehlt hier die Gruppe Pubertät, oder hab Ichs übersehen?
Also mal kurz zur Familie. Ich bin mit meiner Frau, die einen damals 7J. Sohn hatte, vor knapp 8 Jahren zusammengekommen. Gekannt haben wir uns schon ewig und auch den Sohn kennte ich schon seit seiner Geburt und hatte in regelmäßigen Abständen auch Kontakt zu ihm. Er hat mich immer angehimmelt und wir haben uns auch immer gut verstanden. Auch nach dem ich dann mit meiner Frau zusammen war gab es bis auf kleine Eifersüchteleien, die für einen 7J. auch ganz normal und verständlich sind, keine Probleme. Wir waren von Anfang an eine kleine Familie, die dann auch mit und mit auch wuchs. Es kamen zwei Töchter nach die eine ist jetzt 6 und die andere 4. Zwischen der Geburt der beiden Töchter haben wir dann auch geheiratet und unser Sohn hat dann, wie auch meine Frau, meinen Namen angenommen. Ein größeres Haus musste dann auch her, in dem er auch ein wunderschönes Zimmer bekam. Also eigentlich von Patchwork nicht mehr viel zu erkennen. Und ich denke auch nicht, dass das das derzeitige Problem darstellt. Im Gegenteil, er hat diese ganzen Veränderungen immer sehr genossen, am meisten seine Geschwister. Die liebt er abgöttisch.
Jetzt aber mal zum Problem, er ist derzeit in der Hauptschule und besucht die 10B, die er auch von seinem Können her ohne Probleme bewältigen könnte. Durchschnittsnote im letzten Halbjahr war 2,5. Er hat sogar vor anschließend das Abitur zu machen. Ich hab ihm schon einen Praktikumsplatz besorgt und, und, und. Karneval haben wir ihn sich großzügig auf Partys austoben lassen, aber gestern sollte er dann auch mal wieder was für die Schule tun. Ich muss dazu sagen, dass wenn man nicht ständig mit der "Peitsche" hinter ihm steht würde er gar nichts machen. Nur ohne seine eigene Einsicht, was tun zu müssen, hat das nicht viel Zweck.
Gestern ist das dann so eskaliert, dass er anfing zu randalieren. Das war allerdings nicht das erste Mal. Gedeckten Küchentisch umschmeißen, teure Geräte von uns verstecken Altpapiertonne bei Sturm auskippen Türen knallen, meine Frau aufs übelste beschimpfen und zwar wären Sie heulend das Altpapier wieder von der Straße sammelte. Ich könnte noch weiter aufzählen, aber ich merk schon wieder wie mir der Puls hoch geht.
Irgendwann als ich auch Zuhause war kam er dann zurück und ging wortlos ins Esszimmer. Ich stellte Ihn zur Rede und habe ihm angeboten er solle mir erklären wie wir weiter machen sollen. Ich könnte das Gespräch jetzt noch detaillierter wiedergeben, aber Grundtenor von Ihm war: Ist mir sche***egal, ich hab eh kein Bock mehr auf Schule. Im Affekt schrie ich ihn dann an er wäre mir dann auch scheißegal und er soll gefälligst abhauen. Was er dann auch tat. Meine Frau, die in einem anderen Zimmer war wollte ihm gleich hinterherfahren als ich ihr erzählte was sich ereignete. Ich immer noch in Wut sagte ihr sie soll ihn laufen lassen, ich wollte ihn nicht mehr sehen. Außerdem wäre das ja fast was wie ein Schuldeingeständnis von unserer Seite aus.
Zu allem Überfluss hatten wir jetzt auch noch Streit. Ich setzte mich ins Wohnzimmer und bekam nach ein wenig Nachdenken Angst doch einen Fehler gemacht zu haben. Vor kurzem hat sich ein entfernter Bekannter von unserem Sohn umgebracht, unter anderem weil er Ärger mit seinen Eltern hatte. Ich gestand meiner Frau meinen Fehler ein und sie versucht ihn auf dem Handy zu erreichen. Nach drei von ihm abgebrochenen Telefonaten, wussten wir, dass er irgendwo mit dem Bus hingefahren ist und angeblich nicht mehr zurück kommt.
Wir haben in unserer Hilflosigkeit dann einen Freund von ihm angerufen und er meinte dann, "Ich mach das schon, ich red mal mit Ihm". Er kam dann tatsächlich auch irgendwann nach Haus und ging ohne uns zu sehen auf sein Zimmer. Über Nacht bekam meine Frau dann Schüttelfrost und hohes Fieber, sodass ich, nachdem ich die halbe Nacht wach gelegen hab, um 6 Uhr aufgestanden bin um Ihn zu wecken. Das tat ich auch wartete kurz ein ja von ihm ab und ging dann runter in die Küche um Pausenbrot für Ihn und die Mädels zu machen. Ich legte Ihm die Butterbrote auf seinen Rucksack, der im Flur stand. Irgendwann hörte ich dann, dass er durch die Haustür verschwand. Seinen Rucksack hat er mitgenommen und mein kleines Entgegenkommen zur Kriegsbeilbegrabung, das Butterbrot, hat er an eine Fensterscheibe geschmiert und hat die Haustüre offen stehen lassen.
Soweit die Geschehnisse bis jetzt. Ich sitz jetzt schon wieder im Büro und warte auf den nächsten Anruf von Zuhause, wenn er von der Schule kommt.
Ich hab keine Ahnung was wir weiter tun sollen. Strafe, Strenge, Verständnis. Wir kommen überhaupt nicht mehr an ihn ran. Diesen Freitag schreibt er eine wichtige Mathearbeit, wovon er definitiv einiges nicht kann. Üben wäre angesagt. In zwei Monaten macht er die zentrale Abschlussprüfung. Es geht jetzt echt um seine Zukunft. Und wir kommen nicht mehr an Ihn ran. Wer weiß schnelle Hilfe, wir sind total verzweifelt.
Gruß






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,letzte Woche hat er ein nettes Mädchen kennengelernt die er uns am Freitag vorgestellt hat und ich muss sagen das Mädel übt glaube ich echt einen positiven einfluss auf ihn aus.