oh... das Thema ist noch geöffnet...
Ella hat geschrieben:Hallo Werderfan,
du hast das genau richtig gemacht - nicht weg geschaut, sondern Initiative ergriffen. Hut ab!
... im Fall den Werderfan beschreibt, mag das zutreffen...
Inzwischen ist das "Meldesystem" aber ein hilfreicher Faktor, wenn man sich nicht mit der Hausverwaltung auseinandersetzen möchte, was ungleich umständlicher und unbequemer ist...
Bevor Zweifel an meiner Darstellung aufkommen... ich habe es selbst erlebt und auch von anderen Müttern in der Umgebung erfahren... und das hat dann wenig mit Gedanken an Kindeswohl zu tun, sondern eher mit dem Bestreben, lebendigen Kindern einen On-Off-Schalter verpassen zu wollen, damit die eigene Ruhe gesichert ist... Das haben die Eltern gefälligst sicherzustellen und genau das wird dann mit Hilfe des Jugendamtes ganz nachdrücklich gefordert... natürlich wird man sich nicht auf bloßen Radau beziehen, sondern seine ausdrückliche Besorgnis kundtun...
... die Rechtsprechung im Mietrecht sagt leider sehr eindeutig, dass Kinderlärm hinzunehmen ist, ebenso spielende Kinder, im Hausflur abgestellte Kinderwagen usw. Alles sehr, sehr lästig, die Hausverwaltung blockt ab, nimmt klaren Bezug auf die Gesetzgebung... Besonders perfide wird es dann, wenn diese vermeintlich besorgten Nachbarn bei den Familien klingeln und ein lebendiges Kind sehen, weil es mit an die Tür kommt, fröhlich lacht und offensichtlich guter Gesundheit und wohlauf ist...
Wenn das dann mehrfach geschieht und sich die Mutter besagten Kindes schon in einer Art Dauerentschuldigung wähnt... ja, es ist laut, ja, es tut uns leid und ja, das Haus ist hellhörig, er spielt nur, ich habe keinen Teppich, ja, er ist gesprungen, ja, er hatte einen Trotzanfall... und dann trotzdem beim Jugendamt angerufen wird, muss man das nicht mehr verstehen....
Aber es funktioniert... es war 5 Wochen sehr ruhig im Haus... Besagte Nachbarin hat sich mittlerweile entschuldigt, war sich der Folgen wohl nicht bewusst...
@All:
Ich persönlich habe nur gute Erfahrungen mit dem Jugendamt gemacht und ehrlich gesagt habe ich starke Zweifel an der Darstellung, das Jugendamt käme einfach und würde die Kids mitnehmen. Auch wenn manche Menschen das in wuseligen seltsamen und verwirrten Darbietungen mir weis machen wollen.
Ella
... ich habe mittlerweile keine Zweifel mehr an solchen Darstellungen... auch wenn sie von sehr einfach strukturierten Menschen in für uns wenig ausformulierten Wortgebilden erfolgen... ich darf aber auch verraten, dass selbst eine wohlklingende Formulierung nicht nützt bzw. auf besonders starken Widerstand stoßen kann, wenn sich Fachkräfte in ihrer Einschätzung ungenügend gewürdigt fühlen... für alle diejenigen, die es dann immer noch nicht glauben wollen... Erziehung ist eben nicht frei und wenn nichts anderes greift, dann kann eine vermeintliche antiautoritäre Erziehungsform, reinweg angenommene, mangelnde Grenzsetzung zu Inobhutnahmen und richterlichen Beschlüssen führen.... das nennt man dann Ermessen.... und weil ein einzelnes Ermessen nicht ausreicht, bedient man sich weiterer "Diagnostik" (Clearing), präsentiert dann eine Armada an Fächkräften mit natürlich identischen Einschätzungen, dabei Entwicklung, Gesundheit und anderslautende Aussagen mit Nachdruck ignorierend...
Hier ein recht aktueller Fall aus Bayern:
http://famhecht.npage.de/... und wer nicht mehr an Selbstdarstellungen glaubt und lieber Fachliches lesen möchte:
http://www.heimkinderverband.de/ZKJ_formatiert_HKVD.pdf